Die Kunst der Herstellung von Wandteppichen: 
Ein Blick auf Techniken und Traditionen

Einführung

Die Teppichweberei ist eine der ältesten Kunstformen der Menschheit. Diese Handwerkskunst verbindet Handwerk, Kunst und Kultur und weist weltweit vielfältige Techniken und Stile auf. In diesem Artikel werden die grundlegenden Techniken der Teppichweberei erläutert, insbesondere der Unterschied zwischen dem Sticken auf Kanevas und der Bildwirkerei am Webstuhl. 

Teppichweberei

Teppichweberei bezieht sich auf die Technik, bei der Fäden auf einem Webstuhl verwoben werden, um textile Kunstwerke zu schaffen. Dies erfordert sowohl handwerkliches Geschick als auch Kreativität und ein gutes Gespür für Farben und Muster. Teppiche unterscheiden sich je nach kulturellem und regionalem Hintergrund erheblich und sind oft reich an symbolischen Bedeutungen. 

Bildwirkerei am Webstuhl

Die Bildwirkerei, oder Tapisserie, ist eine spezielle Form der Teppichweberei, bei der Bilder oder Muster ins Gewebe eingewebt werden. Diese Methode wird in der Regel auf einem Webstuhl ausgeführt, wobei Kett- und Schussfäden zu komplexen Mustern verwoben werden. Tapisserien zeichnen sich durch ihre detaillierte Handwerkskunst aus und ermöglichen die Schaffung großformatiger und künstlerisch herausfordernder Werke. Ein bekanntes Beispiel sind die Wandteppiche des Mittelalters, die oft historische oder mythologische Themen darstellen. 

Sticken auf Kanevas

Im Gegensatz dazu bezieht sich das Sticken auf Kanevas auf die Technik, bei der Fäden auf einem vorgewebten Stoff (Kanevas) aufgestickt werden. Diese Methode erlaubt die Erstellung präziser Muster, da der Kanevas als Basis dient. Sticken auf Kanevas ist häufig für kleinere Projekte wie Kissenbezüge oder Wandbehänge geeignet. Während die Bildwirkerei komplexe Webstühle erfordert, kann das Sticken auf Kanevas mit einfachen Nadel- und Fadenwerkzeugen durchgeführt werden. 

Unterschiede und Gemeinsamkeiten

Der Hauptunterschied zwischen Bildwirkerei und Sticken auf Kanevas liegt in der Herstellungsmethode. Bei der Bildwirkerei werden Fäden verwoben, während beim Sticken auf Kanevas die Fäden auf einen bereits gewebten Stoff aufgebracht werden. Auch die Ausrüstung ist unterschiedlich: Bildwirkerei erfordert einen Webstuhl und spezielle Techniken, während Sticken auf Kanevas mit einer Nadel und einem vorgewebten Stoff erfolgt. 

 

Fazit

Die Teppichweberei, sei es durch Bildwirkerei am Webstuhl oder Sticken auf Kanevas, vereint Handwerkskunst und Kreativität. Beide Techniken besitzen einzigartige Eigenschaften und Anwendungen und tragen zur Vielfalt der textilen Kunst bei. Die prächtigen Wandteppiche der Bildwirkerei und die detailreichen Stickereien auf Kanevas sind Beispiel dafür, wie vielfältig und reichhaltig diese Kunstform ist. 

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass das Unterscheiden zwischen gewebt und gestickt einfacher ist, als es scheint: 

Gestickt: Hierbei wird auf einem Gewebe (wie Kanevas) mit gleichmäßigen Stichen gearbeitet, oft basierend auf Vorlagebildern. Ein Indiz für Stickerei sind oft diagonale Stiche.

Gewebt: Bei dieser Methode werden die Fäden am Webstuhl verarbeitet, wobei die Kettfäden einen festen Abstand vorgeben. Bei gewebten Teppichen liegen die Wollfäden ohne sichtbare Trennungen übereinander, was zu einem unterschiedlichen Erscheinungsbild führt.

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